Ratgeber · Website

Website erstellen lassen: Ablauf in 4 Schritten und was Sie vorbereiten sollten

Wer eine Website erstellen lassen möchte, durchläuft meist vier Schritte: Erstgespräch, Inhalte und Aufbau, Entwurf mit Ihrer Prüfung und schließlich den Livegang. Am schnellsten geht es, wenn Leistungsliste, Fotos und Zugänge früh bereitliegen. Hier lesen Sie, was in jedem Schritt passiert und was Sie selbst beitragen.

Laptop mit Wachstumskurve und Flugzeug – Grafik von Startpilot Marketing

Redaktion Startpilot Marketing · 26. Oktober 2026 · ca. 9 Minuten Lesezeit

Website erstellen lassen: die vier Schritte im Überblick

Egal ob Malerbetrieb, Werkstatt oder Praxis: Der Weg zur neuen Website folgt fast immer demselben Muster. Die Namen der Schritte unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, der Inhalt kaum. Wichtig ist vor allem, dass Sie wissen, an welchen Stellen Ihre Mitarbeit gefragt ist – denn genau dort entscheidet sich, wie zügig das Projekt vorankommt.

SchrittWas passiertIhr Beitrag
1. ErstgesprächZiel, Leistungen, Region und Rahmen werden geklärtErzählen, wie Aufträge heute hereinkommen und welche Sie sich mehr wünschen
2. Inhalte und AufbauSeitenplan, Suchbegriffe und Texte entstehenLeistungen und Besonderheiten erklären, Fotos und Logo liefern, Texte gegenlesen
3. Entwurf und PrüfungDie fertige Seite liegt auf einer Vorschau-AdresseAm Handy und am Rechner prüfen, gesammelt Rückmeldung geben, freigeben
4. LivegangDomain wird verbunden, Technik und Formulare werden getestetZugänge bereitstellen, nach dem Start eine Testanfrage schicken

Schritt 1: Das Erstgespräch – Ziel vor Gestaltung

Im ersten Gespräch geht es noch nicht um Farben oder Schriften. Zuerst muss klar sein, wofür die Website da ist. Soll sie neue Privatkunden bringen, Firmenkunden überzeugen, Bewerber anlocken oder vor allem das Telefon entlasten? Je nach Antwort sieht der Aufbau völlig anders aus.

Hilfreich ist, wenn Sie ehrlich schildern, welche Aufträge Ihnen am meisten bringen und welche Sie lieber nicht hätten. Eine gute Website lenkt Interessenten genau zu den Leistungen, von denen Sie mehr wollen. Ebenso wichtig ist die Frage nach dem Einzugsgebiet: Kommen Ihre Kunden aus dem eigenen Ort, aus dem Landkreis oder aus ganz Norddeutschland?

Am Ende des Gesprächs sollten beide Seiten wissen, welcher Umfang sinnvoll ist, wer was liefert und bis wann. Ein seriöser Anbieter fasst das schriftlich zusammen.

Schritt 2: Inhalte und Aufbau – hier entsteht der Wert

Jetzt wird festgelegt, welche Seiten die Website bekommt. Für Google gilt die Faustregel: Jede Leistung, unter der Sie gefunden werden möchten, verdient eine eigene Unterseite mit eigenem Text. Wer Dachsanierung, Dachfenster und Dachrinnen anbietet, ist mit drei Seiten besser aufgestellt als mit einem Sammelabsatz.

Die Texte entstehen aus Ihrem Fachwissen. Sie müssen nicht selbst schreiben, aber Sie kennen die Fragen Ihrer Kunden am besten. Notieren Sie, was am Telefon immer wieder gefragt wird – etwa zu Ablauf, Dauer, Anfahrt oder Terminvergabe. Genau diese Antworten machen eine Seite hilfreich und unterscheiden sie von austauschbaren Werbetexten.

Parallel geht es um Bilder. Echte Fotos von Betrieb, Team und Arbeiten wirken glaubwürdiger als jedes Archivbild. Fehlen gute Aufnahmen, sollte das früh auffallen, denn ein Fototermin braucht Vorlauf.

Schritt 3: Den Entwurf prüfen – so geben Sie gute Rückmeldung

Sobald die Seite steht, bekommen Sie einen Link zu einer Vorschau. Dort sieht alles schon so aus wie später im Netz, nur dass noch niemand außer Ihnen die Adresse kennt. Diese Phase ist die wichtigste für Ihre Mitarbeit. Mit diesen Punkten wird Ihre Rückmeldung schnell umsetzbar:

  • Zuerst am Handy prüfen: Viele Interessenten sehen Ihre Seite zum ersten Mal auf dem Smartphone. Funktioniert der Anruf-Knopf mit einem Tipp?
  • Fakten vor Geschmack: Telefonnummer, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und Einzugsgebiet zuerst kontrollieren. Ein Zahlendreher in der Nummer wiegt schwerer als ein Blauton, der nicht ganz passt.
  • Gesammelt statt tröpfchenweise: Lieber eine Liste mit allen Punkten als zehn einzelne Nachrichten über mehrere Tage.
  • Konkret werden: »Auf der Seite Badsanierung im zweiten Absatz fehlt die barrierefreie Dusche« hilft mehr als »die Seite gefällt mir noch nicht«.
  • Eine Person entscheidet: Wenn mehrere im Betrieb mitreden, sammeln Sie die Meinungen intern und geben eine gemeinsame Rückmeldung.
  • Kontaktformular ausprobieren: Schicken Sie eine Testanfrage und prüfen Sie, ob sie in Ihrem Postfach ankommt.

Schritt 4: Der Livegang – was im Hintergrund passiert

Nach Ihrer Freigabe wird die Website unter Ihrer Domain erreichbar gemacht. Dafür muss die Domain auf den neuen Speicherplatz zeigen. Bei einer bestehenden Adresse ist das entweder eine Einstellung beim bisherigen Anbieter oder ein Umzug der Domain. Für .de-Adressen läuft der Umzug über einen Code, den sogenannten AuthInfo, den Ihr bisheriger Anbieter ausstellt und der nur begrenzte Zeit gilt.

Ersetzt die neue Seite eine alte, gehört eine Weiterleitung jeder bekannten alten Adresse auf die passende neue Seite dazu. Google empfiehlt dafür dauerhafte Weiterleitungen auf dem Server und rät, sie lange bestehen zu lassen. Ohne diesen Schritt landen Besucher aus alten Suchergebnissen und Verlinkungen auf einer Fehlerseite.

Zum Abschluss sollten Formular, Telefon-Links, Cookie-Hinweis und Rechtstexte auf der echten Adresse noch einmal getestet werden. Danach wird die Seite bei Google bekannt gemacht, zum Beispiel über die Search Console mit einer Übersicht aller Seiten.

Checkliste: Diese Unterlagen sollten bereitliegen

Nichts bremst ein Website-Projekt so sehr wie fehlendes Material. Wenn Sie die folgenden Dinge schon vor dem Start zusammentragen, sparen Sie sich und Ihrem Anbieter viele Nachfragen:

  • Leistungsliste: alle Leistungen, die Sie anbieten, mit den wichtigsten zuerst
  • Kundenfragen: die Fragen, die Ihnen am Telefon oder vor Ort immer wieder gestellt werden
  • Einzugsgebiet: Orte und Landkreise, in denen Sie arbeiten oder aus denen Ihre Kunden kommen
  • Logo: am besten als Originaldatei von der Druckerei oder Grafikerin, nicht als Foto vom Firmenschild
  • Fotos: Betrieb, Team, Fahrzeuge, fertige Arbeiten – und die Angabe, wer sie gemacht hat
  • Kontaktdaten und Öffnungszeiten: genau so, wie sie auch im Google-Unternehmensprofil stehen sollen
  • Angaben fürs Impressum: Firmenname mit Rechtsform, Anschrift, vertretungsberechtigte Person, gegebenenfalls Registergericht und Registernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sowie bei reglementierten Berufen Kammer und Berufsbezeichnung
  • Eingesetzte Dienste: etwa Online-Terminbuchung, Newsletter oder Karten – sie gehören in die Datenschutzerklärung

Zugänge: wer was braucht und wo Sie es finden

Neben Texten und Bildern braucht Ihr Anbieter einige Zugänge. Klären Sie früh, wo diese liegen – oft weiß das nur der Mitarbeiter, der vor Jahren die alte Seite betreut hat.

ZugangWofür er gebraucht wirdWo Sie ihn finden
DomainDamit die neue Website unter Ihrer Adresse erscheintIm Kundenkonto Ihres bisherigen Anbieters; für einen Umzug der AuthInfo-Code
E-Mail-PostfächerDamit Ihre Mails beim Umzug weiterlaufenListe aller Adressen unter Ihrer Domain, auch selten genutzter
Alte WebsiteFür Weiterleitungen und um gute Inhalte zu übernehmenZugang zum bisherigen Hosting oder Baukasten
Google-UnternehmensprofilDamit Website und Profil zusammenpassenIm Profil unter Nutzer – dort kann der Inhaber weitere Personen hinzufügen
Search Console und StatistikUm zu sehen, wie die Seite bei Google gefunden wirdFalls schon vorhanden, im Google-Konto, mit dem sie eingerichtet wurden

Wie lange es dauert und was das Tempo bestimmt

Eine Website für einen kleinen Betrieb ist in der Regel nach einigen Wochen online. Die eigentliche Umsetzung ist dabei selten der Engpass. Zeit kostet fast immer das Warten: auf Fotos, auf das Gegenlesen der Texte, auf die Freigabe oder auf den Code für den Domain-Umzug.

Planen Sie deshalb feste Zeitfenster ein, an denen Sie sich um die Website kümmern – etwa eine Stunde nach dem Erstgespräch für das Material und eine weitere, wenn der Entwurf kommt. In Betrieben, in denen die Chefin oder der Chef tagsüber auf Baustellen ist, helfen kurze, gezielte Fragen per Telefon oder Nachricht mehr als ein langer Fragebogen.

Typische Stolpersteine – und wie Sie sie umgehen

  • Mitten im Projekt ändert sich das Ziel: Neue Ideen sind gut, aber notieren Sie sie für die Zeit nach dem Livegang. Sonst verschiebt sich der Start immer weiter.
  • Die E-Mails sind plötzlich weg: Beim Umzug der Domain müssen auch die Postfächer mitgedacht werden. Klären Sie vorher, wo Ihre Mails liegen.
  • Unterschiedliche Daten im Netz: Steht im Google-Profil eine andere Telefonnummer oder andere Öffnungszeiten als auf der Website, verunsichert das Kunden. Gleichen Sie beides beim Livegang ab.
  • Fotos aus dem Internet: Bilder, deren Herkunft niemand kennt, gehören nicht auf die Firmenwebsite. Nutzen Sie eigene Aufnahmen oder ordentlich lizenzierte Bilder.
  • Der Test fehlt: Ein Formular, dessen Anfragen im Spam-Ordner landen, fällt oft erst nach Wochen auf. Schicken Sie gleich nach dem Start eine Testanfrage.

Nach dem Start: die ersten Wochen

Mit dem Livegang beginnt die eigentliche Arbeit der Website. Google braucht Zeit, um neue Seiten zu erfassen und einzuordnen – sichtbare Veränderungen bei den Suchergebnissen zeigen sich eher über Wochen und Monate als über Tage. Wie das genauer funktioniert, erklären wir auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

Verlinken Sie die neue Website in Ihrem Google-Unternehmensprofil, in E-Mail-Signaturen und auf Ihren Social-Media-Seiten. Fragen Sie neue Kunden in den ersten Wochen, wie sie auf Sie aufmerksam geworden sind. So merken Sie früh, ob die Website Anfragen bringt.

Und schließlich: Eine Website lebt von aktuellen Inhalten. Neue Leistungen, geänderte Öffnungszeiten oder Fotos von frischen Projekten sollten zügig eingepflegt werden. Klären Sie deshalb schon vor dem Start, wer sich darum kümmert.

So läuft es bei Startpilot Marketing

Bei uns folgt jede Website genau diesen vier Schritten. Sie haben einen festen Ansprechpartner, wir schreiben die Texte mit Ihnen statt Ihnen leere Seiten zu schicken, und den Entwurf sehen Sie auf einer Vorschau-Adresse, bevor er online geht. Was in unseren Websites steckt, lesen Sie unter Website erstellen lassen, Beispiele aus Handwerk, Kfz und Dienstleistung finden Sie bei unseren Projekten.

Sie möchten wissen, wie der Ablauf für Ihren Betrieb aussehen würde und was Sie dafür vorbereiten sollten? Im kostenlosen Gespräch gehen wir das gemeinsam durch: Erstgespräch buchen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Noch eine Frage offen? Rufen Sie an unter 0162 7757900 oder lesen Sie weiter im Ratgeber.

Wie läuft es ab, wenn ich eine Website erstellen lasse?

In vier Schritten: Im Erstgespräch werden Ziel, Leistungen und Region geklärt. Danach entstehen Seitenplan und Texte, dann der Entwurf auf einer Vorschau-Adresse, den Sie prüfen und freigeben. Zum Schluss wird die Website unter Ihrer Domain veröffentlicht und getestet.

Was muss ich vorbereiten?

Eine Liste Ihrer Leistungen, die häufigsten Kundenfragen, Ihr Einzugsgebiet, Logo und eigene Fotos, die Angaben fürs Impressum und die Zugänge zu Domain, alter Website und Google-Unternehmensprofil. Je mehr davon zu Beginn bereitliegt, desto schneller geht es.

Muss ich die Texte selbst schreiben?

Nein, das übernimmt in der Regel der Anbieter – fragen Sie aber vorher nach, ob Texte im Umfang enthalten sind. Ihr Beitrag ist das Fachwissen: Was bieten Sie an, was fragen Kunden, was unterscheidet Sie? Am Ende lesen Sie die Texte gegen.

Kann ich meine bisherige Domain und E-Mail-Adressen behalten?

In aller Regel ja. Die Domain wird entweder auf die neue Website umgestellt oder zu einem neuen Anbieter umgezogen. Wichtig ist, die bestehenden Postfächer vorher aufzulisten, damit beim Umzug keine E-Mails verloren gehen.

Was passiert mit meiner alten Website?

Gute Inhalte können übernommen werden. Die alten Adressen sollten dauerhaft auf die passenden neuen Seiten weitergeleitet werden, damit Besucher aus Google und von Verlinkungen nicht auf einer Fehlerseite landen. Erst danach wird die alte Seite abgeschaltet.

Wie viel Zeit muss ich selbst einplanen?

Vor allem zu drei Zeitpunkten: für das Erstgespräch, für das Zusammentragen von Material und Zugängen und für die Prüfung des Entwurfs. Wer diese Termine fest einplant, verkürzt das gesamte Projekt spürbar.

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